Sommerkonzert 2015

Sommerkonzert 2015 in der neuen Agora

Sommerkonzert2015

Zum ersten Mal auf der neuen Bühne in der neuen Agora – das Sommerkonzert 2015 fand unter optimalen Bedingungen statt – und wurde ein großer Erfolg.

Nach einem fulminanten Auftakt aller vier Bläserklassen, die unter der Leitung von Musiklehrer Andreas Sauer den „Power Rock“ spielten, begannen die Jüngsten, die Klasse 5b, mit ihrem Programm. Die Schülerinnen und Schüler stellten eindrucksvoll unter Beweis, wie viel sie in nur einem Schuljahr unter der Leitung ihres Klassenlehrers Marcel David gelernt haben. Bei einem Stück war auch das Publikum zum Mitmachen aufgefordert und steuerte unter der fachkundigen Anleitung der Kollegin Nina Persen „Heah“ zur rechten Zeit bei.

Andreas Sauer, der moderierend durch den Abend führte, lobte dann auch das maßgeblich von ihm mit aufgebaute Bläserklassenkonzept der IGS Buchholz, das „beachtliche Erfolge“ zeitige.

Nach fünf kommt sechs und so wurde die Bühne im Anschluss an den Auftritt der 5b für den der 6b umgebaut, die das Publikum unter der Leitung ihres Klassenlehrers Harald Kappen auf eine musikalische Reise mitnahm. Zunächst ging es mit dem „Mambo Nr. 5“ in die Karibik, bevor die Reise mit einer Samba über nach Brasilien nach Europa zurückging, denn als letztes Stück spielten die Sechstklässler „Smoke on the water“, wobei sie von Marcel David an der E-Gitarre unterstützt wurden.

Wie Herr Sauer in seiner Moderation bemerkte, arbeite man sich mit dem bevorstehenden Auftritt der 7b „altersmäßig nach oben“. Unter der Leitung ihrer Klassenlehrerin Nina Persen performte diese Klasse gleich fünf Stücke. Den Anfang machte „Summer of 69“, eine Reminiszenz an die Jugend des Sängers Bryan Adams, wie uns eine Schülerin der 7b beibrachte. „YMCA“ schloss sich beschwingt an, wobei die 5b tatkräftig mit der allseits bekannten Armgymnastik unterstützte und untermalte – nur mit Frau Persen abgesprochen, war die Aktion eine gelungene Überraschung für ihre Schülerinnen und Schüler, die sich aber nicht aus dem Takt bringen ließen. Es folgten noch „Samba die Janeiro“, „Thriller“ und „Viva la Vida“ von Coldplay.

Bevor das Publikum in eine fünfundzwanzigminütige Pause entlassen wurde, die der Schulverein kulinarisch sehr angenehm gestaltete, begrüßte Herr Sauer noch einen besonderen Gast auf der Bühne. Er sprach im Namen der Musikfachschaft und der gesamten Schule Cord Kahle, Vorstandsmitglied der St.-Paulus-Kinderstiftung, seinen besonderen Dank aus. Deren  unbürokratische und großzügige Unterstützung erleichtere die Arbeit an der IGS sehr. Die symbolisch zum Dank überreichte Flasche Wein wurde mit einem Gegengeschenk getoppt – Herr Kahle hatte eine sechzig Jahre alte Posaune im Gepäck, die er Herrn Sauer stellvertretend für die Musikfachschaft überreichte. Stolz versicherte er, dass „sie zwar alt, aber  voll funktionstüchtig“ sei – er habe dies im Vorfeld vom Kantor der Gemeinde überprüfen lassen.

Nach der Pause trat der IGS-Chor mit den drei Stücken „Der Galgenbaum“, „Cerf-Volant“ und „Zu spät“ auf. Leider handelte es sich bei diesem Auftritt um den vorerst letzten, denn der Leiter des Chores, Hans Peter Schneider, verlässt unsere Schule und es hat sich noch kein Nachfolger gefunden.

Mit den Worten „Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende“ kündigte sodann Herr Sauer einen doppelten Abschied an. Er selber wird zum neuen Schuljahr an einer anderen Schule unterrichten und auch für seine Klasse endet mit dem achten Schuljahr die vierjährige Profilzeit. Grund genug, noch einmal so richtig aufzuspielen – und das taten sie dann auch. Mit „Summer“ und „Smooth Criminal“ stellten sie beeindruckend ihr Können unter Beweis und hingen die Messlatte für die jüngeren Bläserklassen sehr hoch. Einen ganz besonderen musikalischen Leckerbissen hielt Andreas Sauer dann noch bereit – für sein Abschiedskonzert hatte er seine Freundin und frühere Kollegin Kathrin Göring gewinnen können, die sich neben ihrer Ausbildung zur Musiklehrerin auch zur Opernsängerin hat ausbilden lassen. Zum Spiel der 8b sang sie „Big Spender“ und „A night like this“ und beeindruckte das Publikum mit ihrer wunderbaren Stimme und ihrem professionellen Auftritt.

Im Anschluss an ihren Auftritt erhielten die Schülerinnen und Schüler dann aus den Händen ihres Klassenlehrers und seiner Fachkollegin Nina Persen zusammen mit einer Rose ihre Bläserurkunden.

Die Schüler ließen es sich sodann nicht nehmen, ihren Klassenlehrer gebührend zu verabschieden, wobei deutlich wurde, dass Andreas Sauer seine Klasse nicht nur musikalisch, sondern auch durch seine Persönlichkeit geprägt hat, bedankten sich seine Zöglinge doch vor allem explizit dafür, dass er sie Begeisterung gelehrt habe. Auch die Elternvertreter der Klasse sparten nicht mit Lob. Frau Becker stellte vor allem den besonderen Humor des scheidenden Klassenlehrers ihrer Tochter heraus und gab ein Raabe-Zitat zum Besten, das ihr, wie sie schmunzelnd verriet, einst Herr Sauer mit auf den Weg gegeben habe: „Humor ist der Schwimmgürtel auf dem Strom des Lebens“.

Als Geschenk wurde unter anderem, ganz in der Tradition Udo Jürgens‘ stehend, ein Bademantel überreicht, der den Beschenkten, der ihn leichtsinnigerweise gleich anprobierte, ganz schön ins Schwitzen brachte, denn es hatten sich noch einige Menschen zur Verabschiedung aufgereiht. Zunächst verabschiedete die Musikfachschaft nicht nur Herrn Sauer, sondern auch Herrn Schneider, bevor dann Inka Kruse und Thomas Hansen von der Musikschule sich mit anerkennenden und bedauernden Worten sowie einem Geschenk  verabschiedeten. Wie Thomas Hansen betonte, sei die Zusammenarbeit mit Andreas Sauer immer sehr professionell und unkompliziert verlaufen, was nach seiner Erfahrung nicht selbstverständlich sei.

Mittlerweile sich des Bademantels entledigt habend, resümierte Herr Sauer sodann, dass man gehen solle, wenn es am schönsten sei und dass der Zeitpunkt des Auslaufens des Profils seiner Klasse ein guter Zeitpunkt sei.

Zum Schluss wurde dann noch einmal richtig groß aufgespielt. Auf der Bühne versammelten sich alle vier Bläserklassen, Inka Kruse und Thomas Hansen sowie eine Abordnung der AkaBlas. Letztere ist die Akademische Bläservereinigung der Technischen Universität Braunschweig, der Andreas Sauer während seines Referendariats spielend und dirigierend angehörte. Unseren Schülerinnen und Schülern sind diese jungen Musiker bestens bekannt, konnte Herr Sauer sie doch immer begeistern, an den Probenfahrten der Bläserklassen nach Wolfenbüttel teilzunehmen.

Gemeinsam wurde nun zunächst „Axel F“ gespielt. Für den, wie er sagte, „Rausschmeißer“, einen Walzer von Schostakowitsch, übergab Andreas Sauer dann schon einmal symbolisch das Zepter an Nina Persen, die im kommenden Schuljahr seine Nachfolge in der Musikfachschaft antreten wird.