Zeitzeugengespräch mit Salomon Perel

Am 14. Oktober 2021 fand an der IGS Buchholz ein Zeitzeugengespräch für den 10. und 13. Jahrgang statt. Salomon Perel, aufgewachsen im niedersächsischen Peine und Überlebender des Holocaust, war live aus Israel zugeschaltet. Nachdem er zunächst seine wechselhafte Lebensgeschichte erzählte, hatten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Das Gespräch wurde moderiert von Schülerinnen und Schülern des 13. Jahrgangs.

Seine Erzählungen lösten merkbare Faszination aus. Nicht nur, weil er schonungslos von den Gräueltaten der NS-Diktatur berichtete, sondern auch Einblick gab, wie es ihm gelang, nach Ende des Zweiten Weltkrieges ein neues Leben in Israel zu beginnen. Er formulierte den Appell, dass die Verbrechen der Vergangenheit niemals in Vergessenheit geraten dürften und jede/r Einzelne Verantwortung dafür trage, dem Antisemitismus der Gegenwart entschlossen Einhalt zu gebieten.

Wir bedanken uns zum einen bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, die den Kontakt herstellte und zum anderen bei unserem Technik-Team, das in beeindruckender Art und und Weise die technische Durchführung absicherte.

Spendenaktion 2021 – Bilanz und Dankeschön

Liebe Schulgemeinschaft,

wir möchten Euch und Ihnen das Ergebnis der diesjährigen Spendenaktion mitteilen:

  • Frau Sonja Soria Vega bedankt sich stellvertretend für das Hospiz Nordheide für 495€.
  • Frau Darya Padbiarezskaya und Herr Klim Kavaliou bedanken sich stellvertretend für die Belarussische Gemeinschaft „Razam e.V.“ für 1050€. Frau Ljubov Kaspjarowitsch und Frau Katja Rumiantseva, die jüngst im Rahmen eines Zeitzeugengesprächs unsere Schule besuchten, bedanken sich ebenfalls herzlich für die große Anteilnahme.
  • Frau Anke Ratjen bedankt sich stellvertretend für die Obdachlosenunterstützung „Jesus Center e.V.“ für unzählige Sachspenden sowie 495€. 
  • Frau Melanie Neumann bedankt sich stellvertretend für den Tierschutzverein Buchholz für unzählige Sachspenden sowie 65,67€.

Das Geld aus der Spendendose bei der Mensakasse wird auf alle vier Organisationen gleichmäßig aufgeteilt. Somit gingen neben einem Berg von Sachspenden, hinter dem der Weihnachtsbaum zunehmend verschwand, Geldspenden im Wert von 2105,67€ ein.

Alle Spenden wurden noch vor dem 24. Dezember persönlich ausgeliefert. Wir erfuhren bei jeder Spendenübergabe große Rührung, die sich auch aus der dankbaren Empfindung und Hoffnung speiste, dass die Notlage der jeweils betroffenen Menschen (und Tieren) nicht in Vergessenheit geraten möge. Gerade in einer Zeit, in der alle notwendigerweise ein wenig auf Abstand gehen, erscheint es daher umso wichtiger, sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen.

Wir bedanken uns bei allen Spenderinnen und Spendern sowie bei allen Menschen, die trotz kurzatmigem Unterrichts- und Arbeitsalltag diese Aktion unermüdlich beworben und unterstützt haben.

Herzliche Grüße und allen eine schöne Weihnachtszeit
die ehemalige Klasse 10d, die Klasse 5d und die Fachschaft Religion

Tag der Menschenrechte – Zeitzeugenbesuch am 10. Dezember

Anlässlich des Tages der Menschenrechte fand am Freitag (10.12.2021) eine Veranstaltung an der IGS Buchholz statt, in deren Zentrum ein Podiumsgespräch mit einer belarussischen Journalistin Ljubov Kaspjarowitsch stand. Geladen war zudem die politische Aktivistin und Mitarbeiterin von Razam e.V. Katia Rumantseva. Zusammen mit Sixtus Klein aus dem 12. Jahrgang und Paolina Grosser aus dem 7. Jahrgang übernahm Letztere die Moderation und fungierte zugleich als Übersetzerin für Ljubov. Des Weiteren berichtete sie im Rahmen einer Präsentation über die Situation in Belarus. Thematisiert wurden dabei insbesondere die politisch motivierten Gerichtsprozesse und Inhaftierungen.

 

Die umstrittene Wiederwahl des Präsidenten Alexander Lukaschenkos löste im August 2020 eine große Protestbewegung in Belarus aus, weil es vielfach Beweise für Wahlfälschungen gab.

Das Regime reagierte darauf mit äußerster Härte. Während die Proteste auf den Straßen mittlerweile niedergeschlagen sind, hält die Kritik bis heute.

Ljubow Kaspjarowitsch ist eine belarussische Journalistin, Ihr Lebensmittelpunkt war bis vor kurzem die Hauptstadt Minsk. Seit 2016 arbeitete sie beim größten unabhängigen Nachrichtenportal tut.by.

Sie berichtet seit Beginn der Massenproteste über die Geschehnisse in ihrem Land und macht auf die vorliegenden Missstände aufmerksam, obwohl die Staatsgewalt bis heute alles unternimmt, unabhängigen Journalismus zu verhindern.

 

Als sie am 14. Mai 2020 einem Prozess gegen Angeklagte beiwohnt, denen die Teilnahme an Studentenprotesten zur Last gelegt wurde, nahmen Sicherheitskräfte sie auf dem Rückweg fest. Frau Kaspjarowitsch landete in Untersuchungshaft. Erst bei der Gerichtsverhandlung erfuhr sie den Tatvorwurf, der sinngemäß lautete, sie hätte sich auch am Protest gegen das Regime beteiligt. Sie wurde daraufhin zu 15 Tagen Haft im berüchtigten Gefängnis Okrestina verurteilt, die sie unter widrigsten Bedingungen absaß.

 

Im Gegensatz zu anderen politischen Häftlingen erfuhr sie zwar keine körperliche Folter, aber erlebte aus nächster Nähe ein brutales System der Willkür – und der Angst. Im Anschluss entschloss sie sich, ihre Heimat zu verlassen – wie bereits Zehntausende von Belarussinnen und Belarussen vor ihr.

 

Seit ihrer Flucht hält Frau Kaspjarowitsch sich in Deutschland auf und berichtet u.a. für die Wochenzeitung „Die Zeit“ weiter über die Geschehnisse in ihrem Heimatland. Jüngst nahm sie – stellvertretend für Ihre KollegInnnen von tut.by – den Free Media Award der Zeit Stiftung ent-gegen. Die Jury würdigte neben der Qualität der Berichterstattung im Besonderen den Mut der JournalistInnen angesichts der dramatischen Zustände in Belarus. In der Rangliste der Pres-sefreiheit liegt Belarus auf Platz 158 von 180 Ländern .

 

Auch der Friedensnobelpreis, die wichtigste politische Auszeichnung der Welt, ging 2021 an zwei Journalisten: Maria Ressa und Dmitrij Muratow. Sie wurden geehrt für ihre unermüdliche Bemühungen, die Meinungsfreiheit auf den Philippinen und in Russland zu verteidigen.

„Zugleich stehen sie für alle Journalisten, die sich für dieses Ideal einsetzen in einer Welt, in der Demokratie und Pressefreiheit zunehmend gefährdet sind“ , sagte die Vorsitzende des Nobelpreiskomitees. Mit ihrer Arbeit geben sie jenen Menschen eine Stimme, die nach dem Willen der jeweiligen Machthaber hinter Gefängnismauern oder gar für immer verstummen würden.

 

Flankiert wurde die Durchführung von einer fotodokumentarischen Ausstellung zu den Protesten in Belarus und den repressiven Maßnahmen seitens des Regimes.

Zeitlich erstreckte sich diese Veranstaltung auf die ersten vier Stunden, wobei der gesamte 8. Jahrgang in den ersten beiden Doppelstunden und der 12. Jahrgang in der 3./4. Stunde beiwohnte.

Als Vorbereitung wurden im Rahmen des Unterrichts Fragen aus den genannten Jahrgängen gesammelt und vom Schülermoderationsteam selektiert. Nach dem Podiumsgepräch wurde Raum für weitere Fragen aus dem Publikum eingeräumt.

Lange Nacht der Mathematik

„Jonathans Klasse Jonathan besucht die fünfte Klasse. Wenn niemand fehlt, gibt es in dieser Klasse 6 Mädchen mehr als Jungen. Wenn drei Jungen fehlen und alle Mädchen anwesend sind, gibt es doppelt so viele Mädchen wie Jungen. Sophie ist eines dieser Mädchen. Wie viele Mitschülerinnen hat sie in dieser Klasse?“

 

Diese und ähnliche Knobelaufgaben erwarteten die kleinen und großen Mathematikfreunde in der diesjährigen „Langen Nacht der Mathematik“.

Am Freitag, den 19.11.2021 hieß es wieder bis in die Nacht hinein gemeinsam im Jahrgang Rätsel rund um die Mathematik zu lösen.

Über 100 Schüler:innen der Jahrgänge 5 bis 10 waren der Einladung der Fachgruppe Mathematik in diesem Jahr gefolgt und haben sich um 18 Uhr in der IGS Buchholz eingefunden.

Nach dem offiziellen Startschuss des landesweiten Mathematikwettbewerbs wurden rasch die Aufgaben im Jahrgang verteilt und mit dem Knobeln begonnen. Hierbei gab es in Jahrgang 5/6 schon nach wenigen Minuten das erste Erfolgserlebnis, da das Rätsel um Jonathans und Sophies Klasse (s. o.) richtig gelöst wurde. Auch auf die anderen 9 von 10 Knobelaufgaben der ersten Runde fanden die Schüler:innen aus Jahrgang 5/6 eine korrekte Antwort und kamen weiter in Runde 2.

Angespornt dessen bezwang auch Jahrgang 7 mit viel Mühe und Knobelei alle Aufgaben aus Runde 1 und schaffte kurz vor Mitternacht den Sprung in Runde 2.


Es ist immer wieder eine Freude gemeinsam mit euch, liebe Schülerinnen und Schüler, zu knobeln und diese kleinen Erfolgsmomente zu teilen! Ihr zeigt dabei nicht nur ein großes Interesse an der Mathematik, sondern auch ein enormes Durchhaltevermögen!

Somit freuen wir uns schon auf die nächste „Lange Nacht der Mathematik“ mit euch an der IGS Buchholz – dann hoffentlich auch wieder mit einem gemeinsamen Buffet 😉