Viertes Sprachendorf an der IGS – jetzt auch mit Latein!

Sprachendorf 2016

Was heißt eigentlich Schwimmflosse auf Französisch? Was muss ich sagen, wenn ich im französischsprachigen Ausland im Urlaub einen Tauchkurs buchen möchte? Wie kaufe ich auf einem Markt in Madagaskar oder Mexico ein und welche Phrasen sind in einem englischsprachigen Touristenbüro hilfreich?

Sprache in Alltagssituationen anzuwenden und zu erproben ist das Hauptziel des Sprachendorfes an der IGS Buchholz. Erstmals in vier Fremdsprachen – zu Französisch, Englisch und Spanisch gesellte sich erstmalig auch Latein – konnten die Schülerinnen und Schüler ihre im Unterricht erworbenen Fremdsprachenkenntnisse in alltäglichen Sprechsituationen anwenden. Wie Lehrerin Barbara Berger betonte, sei dies „außerordentlich motivierend für die Kinder“. Sie berichtete außerdem davon, dass das Sprachendorf so attraktiv sei, dass manche Schülerinnen und Schüler „sogar die Angebote des Sprachendorfs in einer Fremdsprache, die sie gar nicht gelernt haben, wahrgenommen haben.“ So bekämen sie eventuell Lust, diese Sprache als weitere Fremdsprache zu erlernen.

Unter organisatorischer Leitung von Gotje Hartmann, Sintje Schmidt und Eva Wiebelt hatten die Fremdsprachenlehrer in mühevoller Vorbereitung umfangreiche Requisiten zusammengetragen, um das Sprachendorf so real und authentisch wie möglich auszustatten. Von echten Früchten und echter Kleidung auf dem Markt, Stadt- und U-Bahnplänen, römischen Säulen bis hin zur antiken Toga, in die sich Lateinlehrerin Kerstin Böttger und ihre zwei Helferinnen gewandet hatten, fehlte es wirklich an nichts. Wie auch schon in den Vorjahren wurden die Fremdsprachenlehrer von einigen Eltern unterstützt, deren Muttersprache eine der Fremdsprachen ist. Das französischsprachige Ehepaar Quéro berichtete: „Wir sind schon das dritte Mal dabei und haben eine gewisse Routine entwickelt.“

Die Schülerinnen und Schüler des siebten und achten Jahrgangs waren jeweils mit Laufzetteln ausgestattet, auf denen von Helferinnen und Helfer aus dem neunten Jahrgang vermerkt wurde, welche Station sie mit welchem Erfolg durchlaufen hatten.  Auch für das leibliche Wohl sorgte der neunte Jahrgang – jede Klasse hatte einen Kuchenstand aufgebaut und verkaufte Selbstgebackenes und kleine Snacks – zur Belohnung wanderte der Gewinn in die Klassenkassen.