Theaterklasse 8c präsentiert „Alles verkehrt oder irgendwie bunt“

Theater8c-2016

Nach der erfolgreichen Aufführung der Theaterklasse 7c in der vergangenen Woche betraten nun am Abend des Donnerstages, des 2.6.2016, die „Großen“, die Kunst- und Theaterklasse des achten Jahrgangs die Bühne.

Die Klasse hatte sich unter der Leitung ihres Lehrers für Darstellendes Spiel, Fabian Gruba, für ein modernes Stück entschieden, das das in dieser Altersgruppe allgegenwärtige Chatten im Internet zum Thema macht.

„Alles verkehrt oder irgendwie bunt“ – unter diesem Motto verläuft das Leben der beiden Hauptfiguren Lydia (Julie Jenkel und Marietta Hupe) und Malte (Rodi Suleiman), nachdem sie sich in einem Chatroom begegnet sind und Gefallen aneinander gefunden haben. Anlässlich eines Treffens in Lydias Heimatort Nottelnbeck erfahren die beiden nämlich, dass sie Geschwister sind, deren Eltern sich vor Jahren getrennt und die Geschwister untereinander aufgeteilt haben. Während Lydia mit ihrem Vater Dieter (Liesa Marie Zacharias) im gemeinsamen Heimatort geblieben ist, ist die Mutter Annette (Charlotte Niehoff) mit Malte nach Berlin gezogen. Im Labor von Professor Max (Jan Wirsching), Lydias Onkel, spielen sich entscheidende Szenen ab. Er arbeitet zusammen mit seinem Assistenten Jhonas (begeistert und engagiert gespielt von Jhonas Zühlke) an einem Transmittertor, das noch gewisse Kinderkrankheiten aufweist und gleich ein ganzes Potpourri an Prominenten auf die Bühne entlässt. Von Spongebob, über Lord Voldemort, die drei Fragezeichen, den Terminator, die pferdebegeisterten Wendy, die drei Fragezeichen bis hin zu Paris und Nicki Hilton reicht der bunte Reigen, den die Figuren des Stückes nur gemeinsam und unter Aufbietung allerlei Tricks wieder zum Verlassen der Bühne rückwärts durch das Transmittertor bewegen können.

Die Requisitenbauer unter Leitung von Kunstlehrerin Elke Inders haben sich bei diesem Szenenbild selbst übertroffen und in mühevoller zeitaufwendiger Feinarbeit mit allerlei technischem Zubehör ein großartiges Transmittertor gebastelt. Bei den anderen Szenen bildeten zum Teil auf eine Leinwand projizierte Bilder den passenden Hintergrund. Auch der Wortlaut der Chats zwischen Lydia und Malte wurde, für jedermann sichtbar, auf die Leinwand projiziert und zusätzlich von Stimmen aus dem Off vorgelesen.

Überhaupt wurde dieses Stück mühe- und liebevoll mit viel Aufwand auf die Bühne gebracht. Bei der Klasse 8c handelt sich um eine Koop-Klasse, d.h. dass hier Schülerinnen und Schüler der IGS mit einer Klasse der Schule an Boerns Soll gemeinsam unterrichtet werden. Um auch den Schülerinnen und Schülern mit Behinderung das Ausfüllen der Rollen zu ermöglichen, hatten sich ihre Lehrerinnen Frauke Schleypen und Friederike Cordes einige Tricks einfallen lassen. Kinder, die nicht gut oder gar nicht sprechen können, drückten auf der Bühne Knöpfe, die im Vorfeld aufgenommene Textsequenzen ins Publikum übertrugen. Anderen Schülerinnen und Schülern zeigten die beiden Lehrerinnen unauffällig aus dem Publikum Merkkarten mit Piktogrammen, die das Aufsagen der auswendig gelernten Texte erleichterte.

Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die nicht auf der Bühne agierten, sorgten hinter der Bühne beim Auf- und Umbau und im Technikraum dafür, dass während der Aufführung alles reibungslos funktionierte.

Am Ende der Aufführung bedankten sich die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Lehrer Fabian Gruba mit einem Blumenstrauß für die während der gemeinsamen Zeit geleistete Arbeit. Ihr Profil läuft mit dem Übergang in die neunte Klasse aus. Wie man von Frau Inders erfahren konnte, werde jedoch bereits über „Fortsetzungsmöglichkeiten nachgedacht“.