Schauspieler Kai Bronisch besucht die Kunst- und Theaterklassen

Künstlergespräch mit dem Schauspieler Kai Bronisch

„Was müssen Sie tun, um eine Rolle in einem Film, einer Serie oder einem Theaterstück zu bekommen?“, „Haben Sie neben dem Beruf des Schauspielers noch einen anderen Beruf?“,
„Sind Sie viel unterwegs?“,  „Wie schaffen Sie es die Arbeit und das Privatleben unter einen Hut zu bekommen?“, „Welches war Ihre erste Rolle?“, „Spielen Sie lieber nette Rollen oder lieber den Bösewicht?“, „Was macht Ihnen an der Schauspielerei am meisten Spaß?“

Diese und viele weitere Fragen hallten am Mittwoch, den 24.06.15 in der 5. und 6. Stunde durch die Agora der IGS Buchholz. Die Fachschaft Darstellendes Spiel hatte den Schauspieler Kai Bronisch zu  einem Künstlergespräch in die Schule geladen. Kai Bronisch ist gelernter Schauspieler und hat in seiner bisherigen Laufbahn unter anderem bereits in verschiedenen Serien, Werbespots, Musicals  und Theaterstücken mitgespielt. Dazu zählen beispielsweise die Serien „Unter uns“, „Notruf Hafenkante“ oder auch „Großstadtrevier“. Live kann man ihn momentan in dem sehr erfolgreichen St. Pauli-Musical „Heiße Ecke“ auf der Reeperbahn erleben.
Alle vier Kunst- und Theaterklassen nahmen an dieser Veranstaltung teil. Im Vorfeld hatten sich die interessierten Schülerinnen und Schüler einige Fragen überlegt, die sie unserem Gast unbedingt stellen wollten. Schließlich hat man nicht alle Tage einen professionellen Schauspieler vor sich stehen, der dann auch noch dazu bereit ist auf eine lockere, ungezwungene und einfach sympathische Art jede einzelne Frage zu beantworten.
Nach einer kurzen Vorstellung und einem Einspielfilm, indem Kai Bronisch einige Ausschnitte aus seinem Schaffen zeigte, begann die Fragestunde. Dabei kam spannenderweise heraus, dass er nicht nur vor der Kamera oder auf der Bühne steht, sondern auch als Puppenspieler in der Sesamstraße oder als Synchronsprecher für amerikanische Serien arbeitet. Außerdem erfuhren die Klassen, dass er auch einem Charakter in einem Computerspiel seine Stimme leiht. Interessant war es auch zu erfahren, dass die Drehzeit für einen Werbespot, der eine Länge von nur 25 Sekunden hat, 16 Stunden beträgt. Darüber hinaus bekamen die Zuschauer auch mit, dass es für professionelle Schauspieler nachteilig ist, wenn man sich Filme oder Serien im Netz illegal ansieht, da dann niemand mehr etwas daran verdient und der Schauspielberuf sozusagen kaputtgemacht wird. Auch die vermehrte Anzahl an Produktionen mit Laiendarstellern machen den Profis das Leben schwer. Der Beruf des Schauspielers hat also auch seine Schattenseiten und steht nicht nur für Erfolg, Bekanntheit und Beliebtheit, sondern bedeutet zumeist viel harte Arbeit und Ehrgeiz.
Nachdem am Ende noch ein aktueller Werbespot für Süßigkeiten gezeigt wurde, den natürlich alle Schülerinnen und Schüler aus dem Fernsehen kannten, folgte noch eine Autogrammstunde. Kai Bronisch gab sich cool und nahbar, indem er jedem ermöglichte, zu ihm auf die Bühne zu kommen und sich ein Autogramm mit persönlicher Widmung abzuholen. Wie es heute so üblich ist, wurden natürlich auch jede Menge Selfies mit ihm geschossen.
Da diese Veranstaltung bei den Schülerinnen und Schülern gut ankam, wird Kai Bronisch bestimmt nicht das letzte Mal bei uns zu Besuch gewesen sein. Wir bedanken uns bei ihm für die Zeit und die Bereitschaft, sich den vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler zu stellen.

Vorbilder – Theaterabend der Kunst- und Theaterklassen 6c und 8c

 

 VORBILDER – Ein Theaterabend der Klassen 6c und 8c

 

Kinder und Jugendliche brauchen in ihrem Prozess des Heranwachsens Orientierung und Ziele. Vorbilder spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, bieten sie doch eine gute Möglichkeit, Einstellungen und Haltungen anzunehmen und einzunehmen und Verhaltensweisen zu erproben. Natürlich ist es dabei wünschenswert, dass die Heranwachsenden sich integre und wertvolle Vorbilder suchen.

Grund genug für die Lehrer der Theaterklassen sechs und acht, Gotje Hartmann, Vanessa Voland und Fabian Gruba, sich im Profilunterricht diesem Thema zu widmen. Zunächst regten sie ihre Schülerinnen und Schüler dazu an, sich Gedanken darüber zu machen, wer ihre Vorbilder sind. In einem zweiten Schritt wurde dann erarbeitet „was es heißt, sich vorbildlich zu benehmen und [man] stellte fest, dass es nicht nur darauf ankommt, beliebt und berühmt zu sein.“

Aus der Improvisation heraus wurden sodann in Gruppen eigene Szenen entwickelt und erarbeitet, die Schülerinnen und Schüler beschafften selbstständig Requisiten und Kostüme und verfassten schließlich ein Textbuch für ihre Szene. Stolz auf ihre Schülerinnen und Schüler betonen die Lehrer: „Von der ersten Idee bis hin zum Endergebnis: Alles wurde hierbei von den Schülerinnen und Schülern selbst erarbeitet.“

Es wurde viel geprobt und vorbereitet, zahlreiche Plakate im Schulgebäude kündigten rechtzeitig das große Ereignis an. Am Donnerstagabend, dem 19.3.2015, war es dann so weit und die Schulgemeinschaft konnte sich einen Eindruck von diesem großartigen Theaterprojekt machen, denn die Klassen 6c und 8c luden von 18 bis 20 Uhr zu einem zweistündigen Theaterabend in die neue Agora der IGS Buchholz ein.

In zwölf verschiedenen Szenen stellten die Acht- und Sechstklässler im Wechsel mit großem Engagement und großer Spielfreude ihr Können unter Beweis und nahmen das Publikum mit auf eine Reise durch die Welt und die Zeit, die von Hollywood bis ins russische Meer und zurück in den 1. Weltkrieg reichte. Auch das direkte Lebensumfeld Schule wurde häufig zum Rahmen für die Inszenierungen zum Thema „Vorbilder“, wenn es etwa um „Böser Lehrer/guter Lehrer“, „Mobbing“ oder „Chantals Schulleben“ ging.

Moderiert wurde der Abend sehr charmant von Leonie Quéro aus der 8c und Clemens Gleichforsch aus der 6c. In der fünfundzwanzigminütigen Pause verkaufte der Schulverein Getränke und von den Eltern zur Verfügung gestellte Snacks.

Am Ende fanden sich unter dem großen Beifall des Publikums noch einmal alle Darstellerinnen und Darsteller auf der Bühne ein und Theaterpädagoge Fabian Gruba bedachte seine Schülerinnen und Schüler mit großem Lob. Er erinnerte daran, dass die Sechstklässler ja zum ersten Mal auf einer so großen Bühne gestanden haben. Er äußerte sich zufrieden, denn die Spielszenen hätten am „heutigen Abend so gut wie vorher noch nie geklappt!“ Lobende Worte fand er auch für die neue Agora der IGS, die an diesem Abend zum ersten Mal zur Theaterbühne wurde. Unsere Schule biete damit besonders komfortable und gut geeignete Möglichkeiten für einen derartigen Abend.

Abschließend richtete er noch seinen Dank an seine Kolleginnen Vanessa Volland und Gotje Hartmann, die erfolgreich Premiere als Beleuchterinnen feiern konnten.