Schülerwahl an der IGS Buchholz

Unsere Republik hat gewählt. Unsere Schule auch. Bevor am Sonntag die ersten Wahllokale öffneten, war es am Freitagnachmittag in der IGS Buchholz bereits vorbei. Die Zukunft der Republik hatte gesprochen. Was unsere Schülerinnen und Schüler vom 9. bis 13. Jahrgang wählten, liegt im bundesweiten Vergleich wohl im Trend. Die „kleinen“ Parteien kamen ganz groß raus. Die „großen“ haben eine Hausaufgabe zum Nachdenken bekommen. Ist das ein Einblick in die Bundestagswahl 2025, wenn auch die Stimme der heutigen Neuntklässler die Zusammensetzung des Bundestages bestimmt? Ist das eine Vorgabe für die Realpolitik der Gegenwart, um in der Zukunft nicht abgestraft zu werden? Wir werden sehen…

Der 13. Jahrgang bildete hier ein Bindeglied zwischen zwei Wählerwelten, da die Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs sowohl am Freitag in der Schule als auch am Sonntag im Wahllokal am Wohnort für ihre Zukunft abstimmen durften. Es ist sehr wichtig, was die Jugend für sich gewählt hat, doch noch wichtiger ist es, was sie nicht gewählt hat. Nicht gewählt wurden Ignoranz, Politikverdrossenheit, Hass uns Demokratiefeindlichkeit. Mit der wirklich stolzen mehr als 81%igen Wahlbeteiligung haben unsere Schülerinnen und Schüler gezeigt, dass denen nicht alles egal ist. Dass sie entscheiden wollen und können. Sie machen es bewusst und fragen bei den Älteren nicht unbedingt nach, was auch den Unterschied zu den Ergebnissen der „Erwachsenen“-Wahlen deutlich macht.

Wie haben die Schülerinnen und Schüler über ihre Wahlentscheidungen nachgedacht? Ist es nicht ein viel zu ernstes Thema für junge und sorgenfreie Gemüter? Offensichtlich sind die Gemüter trotz ihrer Jugend nicht sorgenfrei, vor allem was unser aller Zukunft angeht. Die Wahl war an unserer Schule von Schüler/innen für Schüler/innen organisiert. Ein Politikkurs des 12. Jahrganges organisierte selbstständig die Wahlbenachrichtigung, warb für die Juniorwahl, erklärte die Nutzung des Walomates als Entscheidungshilfe und motivierte Mitschüler/innen in Rahmen des Möglichen am Willensbildungsprozess der Republik mit zu partizipieren. Die hohe Wahlbeteiligung an unserer Schule und ein lebendiges politisches Interesse, welches auch im reibungslosen Ablauf am Wahl-Freitag mündeten, sind dem Engagement und dem enormen Organisationstalent des Wahlkomitees und deren Wahlvorsteherin Vanessa Wörmsdorf zu verdanken.

Der Gestaltungswille der Schülerinnen und Schüler ist eindeutig da und lässt sich nicht mehr, auch in politischen Elefantenrunden, als bedeutungslos abwinken. Womöglich soll der Wille zur demokratischen Partizipation auch als Zeichen gedeutet werden, dass die nächste Wählergeneration müde ist, zu warten, dass die Erwachsenen endlich mal erwachsen werden…

Wahlergebnisse IGS Buchholz
ergebnis-btw-2021