Schölers leest Platt – Plattdeutscher Lesewettbewerb an der IGS Buchholz

An der IGS Buchholz fand am Freitag vor den Osterferien ein Lesewettbewerb für den fünften und sechsten Jahrgang statt. Es ging jedoch nicht lediglich darum, seinen Lieblingsroman vorzustellen, sondern interessante Geschichten vorzutragen, die in plattdeutscher Sprache verfasst wurden. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass auch junge Menschen sich weiterhin mit Dialekten auseinandersetzen, die älter sind als das, was wir heute unter unserer Alltagssprache verstehen. Somit wird erzielt, dass diese traditionellen Redensweisen nicht in Vergessenheit geraten, um auch zukünftige Generationen daran teilhaben zu lassen, da die verschiedenen Varianten der deutschen Sprache ansonsten aussterben würden.

Wie bei jedem Lesewettbewerb gab es auch hier eine Jury, die sich aus Kolleginnen und Kollegen der IGS Buchholz zusammensetze, die die Beiträge der Teilnehmer nach den Kriterien der Lesetechnik, der Betonung sowie der Aussprache bewerteten, um letztendlich die drei Erstplatzierten ausfindig zu machen.

Insgesamt gab es viele interessante, kreative und amüsante Beiträge der Schülerinnen und Schülern. So trug Lotta Albers aus der 6b sowie Leon Meyer aus der 5d witzige Anekdoten bzw. Märchen in plattdeutscher Sprache vor, während das Publikum gespannt zuhörte. Besonders hervorzuheben waren Leonie Kullmann aus der 6c (3. Platz), Mira Sophie Meier aus der 5e (2. Platz) und Sarah Freese aus der 5a (1. Platz), da sie durch große Lesefreude beim Publikum sowie der Jury punkten konnten.   

Nachdem die Siegerehrung vorüber war, betrat der ehemaliger Plattdeutsch Redakteur, Gerd Spiekermann, der früher für den NDR arbeitete, die Bühne. Er erzählte alte Geschichte von seinem Großvater, der im 19. Jahrhundert lebte und sich mit generationsübergreifenden Problemen herumschlug. Auf diese Weise versetzte er die Schülerinnen und Schüler in die damalige Zeit, in der noch Plattdeutsch gesprochen wurde. Abschließend animierte er das Publikum auf Plattdeutsch zu zählen, bis die Veranstaltung mit der Verabschiedung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer endete.