SchilF 2018

Bei strahlendem Sonnenschein, klirrender Kälte und einer wunderbar verschneiten Welt freuten sich die Schülerinnen und Schüler auf den früheren Unterrichtsschluss um 12.15 Uhr am Donnerstag, dem 1.3.2018 – der Grund war die um 12.30 Uhr beginnende diesjährige zweitägige SchilF der IGS Buchholz. Den Auftakt bildete traditionell ein gemeinsames Mittagessen in der schuleigenen Mensa, bevor es gut gestärkt am ersten Tag gemeinsam mit Eltern und Schülern an die Arbeit in verschiedenen Modulen ging. In drei Slots fanden schwerpunktmäßig Workshops zu neuen Medien statt. Die Themen waren hier der Erwerb von Kompetenzen im Umgang mit unserem Iserv-Netz, die Nutzung neuer Medien in der Sekundarstufe I und II, die Bewertung digitaler Produkte, Digitale Helfer, Literaturrecherche in Datenbanken und der Umgang mit Active Inspire, dem an unserer Schule genutzten Programm für die digitalen Tafeln. Vorbereitet und geleitet wurden die Themen von Mitgliedern der kollegialen Schulleitung und Kolleginnen und Kollegen. Hilfreich und inspirierend für die Unterrichtsplanung und -gestaltung waren auch die Einweisungen in Audioaufnahmen und den Videodreh und -schnitt. Die Naturwissenschaftler nutzten darüber hinaus die Zeit für eine Schulung in Geogebra, das im naturwissenschaftlichen Bereich bei uns verbindlich angewendet wird.

Um 16 Uhr erwartete die Teilnehmer dann nach einer Kaffeepause ein echtes Highlight. Die didaktische Leiterin, Svenja Sörensen, hatte mit Wolfgang Kuschel einen ganz besonderen Referenten gewinnen können. In einem anderthalbstündigen Vortrag warf der eloquente ehemalige Schulleiter der IGS Langenhagen nicht nur einen Blick zurück in die Geschichte der Gesamtschule im deutschen Schulsystem, sondern entwickelte aus einer scharfsichtigen Bestandanalyse heraus auch spannende Zukunftsperspektiven für die Gesamtschulen.

Sein Appell: „Ihr seid es, die definieren, wie Gesamtschule morgen aussieht“, fruchtete sicherlich im gesamten Kollegium, dürfte aber insbesondere die zahlreichen an der IGS Buchholz tätigen jungen neuen Kolleginnen und Kollegen dazu motivieren, „gute Gesamtschule“ zu machen, in der man „aus der vermeintlichen Bürde der Heterogenität den Vorteil der Unterschiedlichkeit“ mache. Seine eindringliche Ermahnung, dies stets unter intensiver Einbeziehung aller an Gesamtschule Beteiligten zu tun, dürfte dabei die anwesenden Schüler und Eltern gefreut haben. Zum guten Schluss rief er dazu auf, dass „inklusives Denken […] selbstverständlich“ werden müsse und machte Mut mit den motivierenden Worten: „Probleme sind versteckte Lösungen – es lohnt sich nach ihnen zu suchen!“

Derart inspiriert machte sich dann das Kollegium auf, den Tagungsort in das schneverdinger Landhotel Schnuck zu wechseln und fand sich dort abends zum Essen und teambildenden Maßnahmen ein.

Am nächsten Morgen standen dann ab 9 Uhr wieder 14 unterschiedliche Themen auf der Agenda, an denen man in zwei Zeitfenstern intensiv und mit viel Freude zusammen arbeitete. Carsten Bunge, sozialpädagogische Fachkraft an unserer Schule, unterwies beispielsweise in die Technik der kollektiven Fallberatung, die Fachschaften Sport und Mathematik beschäftigten sich mit der Implementierung des Oberstufencurriculums, während sich andere Teams beispielsweise mit Inklusion, dem Seminarfach und Urteilskompetenz beschäftigten.

Im Vorfeld des gemeinsamen, die Veranstaltung abschließenden Mittagessens zog zunächst die für die Organisation der diesjährigen SchilF verantwortliche didaktische Leiterin, Svenja Sörensen, eine positive Bilanz, bedankte sich bei den Kolleginnen und Kollegen für die intensive Arbeit und forderte dazu auf, ihr Feedbacks zu der in dieser Form neuen Art der Fortbildung zu geben, um die im kommenden Jahr anstehende SchilF optimieren zu können.

Schulleiter Holger Blenck bedankte sich sodann bei Svenja Sörensen und allen, die zum Gelingen der SchilF beigetragen hatten und resümierte, dass es immer wieder eine Freude für ihn sei, das Kollegium so intensiv miteinander zusammenarbeiten zu sehen.