Online-Tagebuch der 8b zum Jugendwaldeinsatz

Online-Tagebuch der 8b zum

Jugendwaldeinsatz

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Tag drei – 10.08.2016

Während 25 Schüler noch im tiefen Schlaf lagen, waren Moritz und Tom schon ab vier Uhr morgens auf den Beinen. Sie haben Herrn Hoffmann, den Leiter des WPZ, bei der Jagd begleitet. Direkt nach der Ankunft auf dem Hochsitz hatten sie schon mehrere Rehfamilien gesehen, die aber nicht geschossen werden durften. Nach zwei Stunden des Wartens war endlich ein Bock in Sicht. Moritz und Tom schlichen sich an, um das Tier aufzuschrecken, und so war die Jagd erfolgreich: Das Mittagessen war gesichert.

Während die beiden im Wald tapfer bei der Kälte ausharrten, war der Rest der Gruppe nach dem Frühstück zur Arbeit aufgebrochen. Der Hochsitz musste fertig werden und auch die anderen Arbeiten wurden am Vortag noch nicht ganz abgeschlossen. Nachdem wir am ersten Tag noch etwas müde waren, hat sich unsere Leistungsfähigkeit am zweiten Tag enorm gesteigert. Besonders das Wett-Heide-„entkusseln“ hat zu freier Heide, großen Kieferhaufen und schwitzenden Schülern geführt.

Nach dem leckeren Mittagessen unternahmen wir eine Waldwanderung,  bei der uns Herr Hoffmann einige Tiere und Pflanzenarten im Wald zeigte und wir viel über Nutzung und Funktion der Flächen lernten. Ein Highlight dabei war die Überquerung eines Flusses mit einer Slagline, die wir alle tapfer meisterten. Danach hatten wir erst einmal Freizeit. Die Jungs haben Fußball gespielt und die Mädchen haben gechillt. Motiviert von dem Erfolg des Vormittags haben Sheila und Linea Herrn Hoffmann nach dem Abendessen auch auf die Jagd begleitet. Leider oder vielleicht doch glücklicherweise dieses Mal ohne Erfolg. Nach der abendlichen Lesestunde sind die meisten von uns müde ins Bett gefallen.

Tom, Emilie und Alex

vorher...
vorher…
...nachher
…nachher
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Der zweite Tag – 09.08.2016

Heute war der erste Tag, an dem wir im Wald arbeiten mussten. Für vier von uns begann dieser bereits um halb sechs, da das Frühstück vorbereitet werden musste. Die anderen konnten bis sechs Uhr schlafen und um halb sieben gab es dann das erste gemeinsame Frühstück. Anschließend, fast pünktlich um sieben Uhr, haben sich die drei Arbeitsgruppen draußen versammelt und zwei davon sind in den Wald gefahren. Während der Hausdienst die Zimmer aufgeräumt und gewischt, die Betten gemacht, die Bäder geputzt und das Mittagessen vorbereitet hat, haben die Gruppen im Wald hart gearbeitet. Heide „entkusseln“ oder auch Kiefern und Traubenkirschen entfernen, Hochsitzbau, Erneuerung von Pirschwegen für die Jagd und die Pflege von Weihnachtsbäumen standen auf dem Programm. Neben einer Patronenhülse haben wir dabei auch einen Staubsauger gefunden – was es im Wald so alles gibt. Auch ein Reh ließ sich nicht von uns stören. Pünktlich um ein Uhr waren wir zum Mittagessen wieder im WPZ. Nachmittags kamen die mitgebrachten Schnitzmesser zum Einsatz und einige von uns haben Brieföffner geschnitzt – oder sowas in der Art. Nach dem Abendessen hatten wir unsere erste Orchesterprobe: „Game of Thrones“, „Rolling in the deep“ und neu im Repertoire „I gotta feeling“. Danach hatten wir Freizeit, in der wir Spiele oder Frisbee gespielt oder auch einfach nur gechillt haben. Fast wäre dabei die Lore kaputt gegangen…

Nach einem letzten Tee vorm Ofen, sind wir alle auf unsere Zimmer gegangen. Es war ein schöner Tag.

Anna-Lena, Joel und Nele

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JWE

Endlich im Wald – 08.08.2016

Nachdem wir drei Jahre lang von den älteren Jahrgängen die spannendsten Geschichten gehört haben, hat gestern, am 08.08.2016, unser Waldabenteuer begonnen. Wir haben uns um ca. 07:30 Uhr in der Agora der IGS Buchholz versammelt. Ungefähr um 08:30 Uhr sind wir dann endlich losgefahren. Die Fahrt hat genau zwei Stunden gedauert. Im WPZ Hahnhorst angekommen stand die Einführung bevor, die uns alle Regeln und Unternehmungsmöglichkeiten vorstellen sollte. Wenig später haben alle ihre Zimmer eingerichtet, Schränke eingeräumt und Betten bezogen. Um 12:30 Uhr gab es dann Mittagessen – Nudeln mit Tomatensoße und als Dessert eingelegte Pfirsiche. Anschließend hat der Heimleiter uns das Gelände des Waldpädagogikzentrums gezeigt. Auf dem Gelände gibt es bis heute noch eine Lore, womit Eisenerz aus einem Schacht, der 1.002 Meter tief war, gefördert wurde. Heute ist der Schacht allerdings nur noch vier Meter tief, da die Förderung von Eisenerz zu teuer wurde. Die Lore wurde restauriert und dient jetzt als fahrbare Bank, an der man sich ordentlich auspowern kann.

Damit die Waldarbeiter schnell unsere Namen lernen können, haben wir nach dem Rundgang über das Gelände in Kleingruppen eine Holzscheibe als Namensschild gestaltet. So haben wir an unserem ersten Tag direkt mit Schleifpapier, Bohrer und „Brennpeter“ gearbeitet. Anschließend haben wir den Rest des Nachmittags dazu genutzt, den Fußballplatz und die Fahrbarkeit der Lore ausgiebig zu testen. Der Tag endete mit dem gemeinsamen Lesen des Jugendbuches „tschick“ am Lagerfeuer. Nun sind wir gespannt, wie die nächsten Tage im Wald ablaufen werden.

Sarah, Lina und Sheila

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