Medienkompetenz – Spannender und aufschlussreicher Elternabend in unserer Schule

 

Unsere Schulelternratsvorsitzende, Frau Gronert, begrüßt die Baubiologin Dorothee Meyer (rechts) zum Vortrag.

 

Zweiter Medienkompetenz-Elternabend an der IGS Buchholz

Elektronische Medien sind sowohl in der Arbeitswelt als auch in der Freizeit zu unseren ständigen Begleitern geworden. Auch in der Schule spielen sie eine immer größer werdende Rolle. Der Schulelternrat der IGS Buchholz hat daher die Informationsreihe „Medienkompetenz – Chancen und Risiken“ ins Leben gerufen, im Rahmen derer am Donnerstag, dem 22.8.2013 der zweite Elternabend stattfand.

Angeboten wurden in dieser fast dreistündigen Abendveranstaltung, unterbrochen von einer Erfrischungspause, kostenfrei zwei verschiedene Vorträge. Den Anfang machte die Baubiologin Dorothee Meyer, die zu dem Thema „Handys, WLan und Co – wirklich (k)eine Gefahr für unsere Kinder?“ referierte und für die Elternschaft zahlreiche Tipps für einen verantwortungsvollen Umgang ihrer Kinder mit elektronischen Medien bereithielt.  

Als zweiter externer Gast sprach der Sozialpädagoge Moritz Becker zum Thema „Spuren im Netz“. Dabei lag der Schwerpunkt seines Vortrags nicht darauf, das Internet, soziale Netzwerke („Eine Blamage bei Facebook ist eine Blamage im Leben“) und Communities zu verteufeln und vor ihnen zu warnen, sondern er regte die Eltern immer wieder dazu an, sich mit ihren Kindern auseinanderzusetzen und in möglichst offener Atmosphäre die Nutzung des Internets immer wieder zu thematisieren. Nicht Tabuisieren und Verbieten sollten dabei das Handeln der Eltern leiten, sondern Erwachsene sollten ihren Kindern Orientierung und Halt geben. 

Das Internet ist der Mehrzahl aller Jugendlichen zugänglich, also müssen wir uns damit auseinandersetzen“, so der Referent. Das Netz biete ihnen Gelegenheit, ungehindert in andere Rollen zu schlüpfen, für die sie nicht unbedingt Verantwortung zu übernehmen hätten. Da stelle sich die Frage, wo Grenzen zu setzen seien. Und ob es nicht besser wäre, Orientierungshilfen zu geben? Da täten sich viele Eltern jedoch schwer, denn sie sollten ihren Kindern etwas beibringen, was sie selber nicht ausreichend beherrschten. 

Voraussetzung sei, dass Erwachsene sich für ihre Kinder interessieren, sich mit ihnen beschäftigen und den Drang der Kinder nach Freiheit und Neugierde verstehen, ihnen aber auch Aufmerksamkeit und Anerkennung geben, so dass es Jugendliche nicht nötig haben, sich diese Anerkennung und Aufmerksamkeit in Internetforen zu holen, wo jede private Äußerung sofort in die weltweite Öffentlichkeit gelangt. Becker zeigte mit anschaulichen Beispielen und Geschichten, welche Gefahren mit der Preisgabe von persönlichen Daten, Bildern und Meinungen verbunden sind, wie Mobbing im Internet und seelische Verletzungen entstehen und welche Auswirkungen sie haben können.