Jugend debattiert – Schulentscheid der Jahrgänge 10/11

Nach den spannenden Debatten des achten Jahrgangs stand am Mittwoch, dem 14.12.2016, nun der erste Schulentscheid der Jahrgänge 10 und 11 auf dem Stundenplan. In der fünften Stunde fand die Vorrunde mit zwei Debatten zeitgleich in zwei Klassenräumen vor zwei Jurys statt. Jeweils vier Debattanden, die sich entweder in ihren Klassen oder über die Arbeitsgemeinschaft „Jugend debattiert“ qualifiziert hatten, traten gegeneinander an.

In die auf großer Bühne in der Agora stattfindende Finaldebatte schafften es schließlich die folgenden Schülerinnen und Schüler: Calvin Tu und Moritz Küsel aus der 11d, Clara Meyn aus der 11c und Julius Postels aus der 10a. Die vier lieferten sich eine Debatte zu der Frage „Sollen Hasskommentare in sozialen Netzwerken schärfer bestraft werden?“ und bewiesen dabei nicht nur, dass sie sich sicher innerhalb der festen Regularien dieses Wettbewerbs mit festgelegten Positionen (je zwei Pro- und Contra-Positionen) und der Abfolge von Eröffnungsrunde, freier Aussprache und Schlussrunde auskennen, sondern überzeugten und beeindruckten auch mit qualitativ hochwertigen Argumenten, guter Sachkenntnis, guter Gesprächsführung, Überzeugungskraft und Ausdrucksvermögen. Die Jury, bestehend aus Schulleiter Holger Blenck, Kerstin Böttger, Vanessa Volland, Luca Holzhüter und Tobias Entzian brauchte dann auch im Anschluss an die Debatte eine gute Viertelstunde für ihre Beratung. Während die Pro-Seite gefordert hatte, verdächtige Nachrichten zu speichern und auszudrucken, der Polizei zu übergeben und diese per Gesetzgebung zum Handeln zu ermächtigen, argumentierte man auf Contra-Seite damit, dies bedeute eine Verletzung der Menschenrechte und betonte, die bestehenden Möglichkeiten reichten völlig aus. Ferner gab man zu bedenken, dass der Missbrauch schwer einzugrenzen sei, woraufhin die Befürworter die Vorteile des Abschreckungseffektes in den Vordergrund rückten. Letzten Endes lief die Debatte darauf hinaus, dass es ein schmaler Grat zwischen Meinungsfreiheit und Hetze ist.

Am Ende gewann der jüngste Teilnehmer, Julius Postels, vor Timo Küsel auf dem zweiten Platz. Den dritten Platz belegte Clara Meyn vor Calvin Tu auf dem vierten Platz. Bei diesem bedankte sich Moderatorin Kerstin Böttger noch einmal ausdrücklich, war er doch kurzfristig für einen erkrankten Mitschüler eingesprungen.

Wir sind gespannt, wie sich Julius Postels in der nächsten Runde in Stade schlagen wird und drücken ihm jetzt schon kräftig die Daumen!