IGS Platt gemacht

Viele sind sicherlich schon darüber „gestolpert“: Seit Kurzem sind alle Hinweisschilder im Hauptgebäude unserer Schule nur noch op Plattdütsch. Aus der Mensa wurde der Spiesruum, der Verwaltungstrakt hört nun auf den schönen Namen Amtsstuven und wenn Schüler*innen nun die sanitären Anlagen aufsuchen, werden sie wohl immer häufiger davon sprechen, dass sie na Tant‘ Meier gahn. Nur die Agora und die Mediothek wurden ob ihrer schönen und unverwechselbaren griechischen Ursprünge „verschont“. Was sich zunächst nach einer spleenigen Spielerei anhört, folgt tatsächlich einer guten Absicht: Im Sinne einer stillen Immersion möchten wir die Sprache der Region stärker präsent machen und aufwerten, indem wir Schüler*innen und Lehrer*innen Begegnungen mit Plattdeutsch im Alltag ermöglichen. Wer sich herleiten konnte, dass die NAT-Räume nun bei der Natuurwetenschap zu finden sind und wer verstanden hat, dass es durchaus Sinn ergibt, die alte Mensa in Köök un Kaffestuuv umzubenennen, der hat schon viel über die (leider allzu oft recht wenig vertraute) Regionalsprache gelernt!

Neben den neuen Hinweisschildern grüßt seit Anfang des Jahres auch ein plattdeutscher Karli im Eingangsbereich des Hauptgebäudes und zwei Schaukästen laden mit Comics, Postern und Co. zur intensiveren Auseinandersetzung mit dem Niederdeutschen ein.

Die IGS Buchholz geht als Plattdeutsch-Projektschule voran – nächstes Highlight: Eine Station beim Sprachendorf am 24. März 2020!

Semjon Borchert (Plattdeutschbeauftragter)