Film ab: Rico Oskar und die Tieferschatten

„Das Buch kenn ich, davon hab ich schon den Film gesehen!“ – was sich im Unterricht als ziemlich praktisch erweist, ist in Wirklichkeit gar nicht so einfach, wie es vielleicht aussieht:

Wer kennt ihn nicht, Andreas Steinhöfels spannenden Roman „Rico Oskar und die Tieferschatten“. Zwei Jungen, die unterschiedlicher nicht sein können, treffen in Berlin, das gerade durch den Kindesentführer „Mr. 2000“ in Atem gehalten wird, aufeinander. Rico, ein „tiefbegabtes“ Kind, wie er sich selbst nennt, ist nicht besonders klug aber dafür einfühlsam und lebenslustig. Oskar hingegen, ein hochgegabtes, kluges Köpfchen, trägt zur Sicherheit vor eventuellen Gefahren ständig einen Motorradhelm. Eines Abends erfährt Rico, dass Oskar entführt worden ist…

Wie es weiter geht?

Da gibt es drei Möglichkeiten: entweder das Buch lesen, oder den Film schauen ODER den Film der Profilklasse 5c „Theater und Kunst“ ansehen. Nachdem der Jahrgang 5 den Roman zu Ende gelesen hatte (nur den Film gucken reicht für die Schule leider in Wirklichkeit doch nicht), drehte die 5c unter der Leitung von Frau Gingeleit und Herrn Buße „ihre“ Version der Geschichte als Film ab und lernte das „harte Handwerk“ des Filmemachens kennen: Drehbuch schreiben und überarbeiten – Requisiten sammeln oder erstellen – Texte auswendig lernen – Szenen proben, proben, proben – Szenen filmen (und nochmal!) – Szenen schneiden (das dauert!) – und schließlich den ganzen Film in Händen halten! Das Besondere der „Version 5c“ ist, dass alle 29 SchülerInnen den gesamten Prozess durchliefen, also sowohl Texte schreiben als auch in einer Szenen mitspielen konnten. Zur Wiedererkennung der Hauptpersonen gab es dann für jeden Charakter ein typisches Requisit (Verkleidung). Gedreht wurde an unterschiedlichsten Orten im Schulgebäude der IGS.

Was den Schülern der Profilklasse über die vielen Wochen bewusst geworden war, wurde bei den folgenden Filmvorstellungen im Forum und vor den Eltern schnell klar: welche intensive Arbeit hinter einem solchen Filmprojekt steckt. Sowohl Eltern als auch SchülerInnen waren stolz auf ihre großartige filmische Umsetzung. So bemerkte ein Elternteil, dass es eine wunderbare schulische Leistung sei, wenn etwas passiv Gelerntes so aktiv umgesetzt werde. Daran zeige sich das besondere Engagement der IGS Buchholz.

                                                                                                          Text: Gingeleit/Röthig