„Fake oder War doch nur Spaß“ – Theateraufführung für den achten Jahrgang

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Das Handy und das Internet sind aus dem Alltag der Kinder und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Oft sinnvoll und produktiv genutzt zur schnellen unkomplizierten Informationsbeschaffung und –übermittlung bergen unsere modernen elektronischen Medien aber auch viele Gefahren. Das eigentlich alte Thema „Mobbing“ hat durch die veränderte Medienwelt an Brisanz gewonnen, lassen sich doch Informationen jeglicher Art in Sekundenschnelle in weiten Kreisen verbreiten.

Wenn „Medien als Mobbingplattform“ fungieren, wie das Ensemble Radik, das uns mit der mobilen Theaterproduktion „Fake oder War doch nur Spaß“ von Karl Koch bereits zum zweiten Mal an der IGS Buchholz besuchte, in seiner Ankündigung schreibt, bedarf es dringend der Beschäftigung mit diesem Thema. So soll durch den Erwerb von Medienkompetenz Mobbingprävention betrieben und der Gefahr, Opfer oder Täter von Cyber-Mobbing zu werden vorgebeugt werden.

Die IGS Buchholz hat die Theateraufführung im  Rahmen ihres Präventionskonzeptes für den achten Jahrgang vorgesehen und so fanden sich am Mittwochmorgen, dem 19.10.2016 alle fünf achten Klassen zu der 60-minütigen Aufführung in der Agora ein. In der besonderen Form des Dokumentartheaters wird die Geschichte von Lea, einer ursprünglich „lebensfrohe[n] und aktive[n] jungen Frau“, die sich in der Folge einer Cybermobbingattacke „immer mehr zurückzieht und schließlich den Suizid als Lösung ihrer Probleme sieht“, erzählt. Die beiden Schauspieler Olivia Beck und Alexander Abramyan schlüpfen dabei in verschiedene Rollen des Stückes, wie zum Leas Vater, ihre beste Freundin Nadine, den coolen Andi oder ihren Freund Jo.

Im Anschluss an die Aufführung nahmen sich die beiden Schauspieler noch eine halbe Stunde Zeit für ein Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern. Nachdem sie die Ruhe im Publikum während der Aufführung gelobt hatten, forderten sie ihre Zuschauer auf, Fragen zu stellen oder Anmerkungen zu machen.

„Was hätte Lea anders machen können?“ – diese Frage eines Schülers führte schließlich zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema. Am Ende wurde den Schülerinnen und Schülern klar, dass Mobbing nur dadurch funktioniert, dass es in einem geschlossenen Kreis von Menschen stattfindet und andere davon nichts mitbekommen. Lea hätte sich also früher an helfende Personen wenden müssen, um das Mobbing einzugrenzen.

Die Kosten für diese besonders eindringliche und anschauliche Art der Prävention hat der Schulverein übernommen, sodass der Eintritt für die Schülerinnen und Schüler kostenfrei war.