Hörspiel in der Schule

Alles fing damit an, dass unser Mitschüler Malte im Radio von der Aktion „Hörspiel in der Schule“ hörte. Kurzerhand hatte er unsere Lehrerin davon überzeugt, dass sich unser Deutschkurs aus dem 10. Jahrgang dafür bewerben müsste. Dann hieß es erstmal warten…

Und dann kam Post!  Durch das Zufallsprinzip wurden wir von über 500 Klassen aus ganz Norddeutschland tatsächlich ausgelost. Die Freude war groß.

Das Projekt „Hörspiel in der Schule“ wird gestaltet von Mitarbeitern des NDR Kultur, NDR Info und N-JOY. Ein Redakteur dieser Radiosender besucht zusammen mit einem Hörfunkproducer die ausgewählten Klassen und gestaltet mit ihnen zusammen einen Hörspielausschnitt.

Am Mittwoch, den 28. November 2018, waren wir nun an der Reihe, unterstützt wurden wir von unserer neuen Lehrerin Frau Fischer und unserer ehemaligen Lehrerin Frau Volland. Im Voraus erhielten wir verschiedene Manuskripte und durften uns für ein Hörspiel entscheiden. Unsere Wahl fiel auf das Hörspiel „A B C D E und Ich“ von Susanne Amatosero. Anschließend wurden die Rollen verteilt und wir studierten den Text ein.

Nun produzierte das Team von N-JOY mit uns eine kleine Hörspielszene und machte uns in einem kleinen theoretischen Ausflug mit den dramaturgischen Elementen und der Umsetzung einer derartigen Radioproduktion bekannt. Beispielsweise wurde erklärt, wie Töne für ein Hörspiel erzeugt werden, wir bekamen Tipps für das Anhören von Hörspielen und wir  erfuhren, wie Musik eine Person charakterisieren kann. Zudem durften wir viele Fragen über den NDR stellen und erfuhren eine Menge über den Beruf des Radio- und Onlineautoren. Des Weiteren konnten wir dem Producer am Schneidetisch über die Schulter schauen. Am Ende des Tages hörten wir alle zusammen unser fertig geschnittenes Hörspiel und was sollen wir euch sagen, es ist richtig gut geworden. Unter dem folgenden Link könnt ihr reinhören, wie u.a. Henriette als O. und Helen als A. über einen Hausmeister mit Stasimethoden philosophieren:

https://www.ndr.de/kultur/hoerspiel/hoerspiel_in_der_schule/IGS-Buchholz-ABCDE-und-ich,audio461188.html

Insgesamt war der Tag für uns alle sehr lehrreich und informativ. Viele Schüler lobten u.a. das Geräuschequiz, indem sich z. B. feststellen ließ, dass Autos, die durch tiefe Pfützen fahren, und Meeresrauschen kaum einen Hörunterschied ausmachen. Wir konnten viel von dem Tag mitnehmen und lernten durch die Fragerunden auch viel über Berufe in der Medienwelt kennen. Die Schüler unseres Kurses erklärten uns am Ende des  Tages, dass das vierstündige Projekt sehr gelungen und interessant war.

Von Antonia Schnebbe, Luisa Bulla und Nele Hennecke aus dem Jahrgang 10

Bundestagsabgeordnete Frau Svenja Stadler zu Besuch an der IGS Buchholz

Am 25.10.2018 besuchte die Bundestagsabgeordnete Frau Svenja Stadler (SPD) auf Einladung des WPK-Kurses Politik (Jahrgang 11) unter der Leitung von Herrn StR Thomas Witte die IGS Buchholz. Sie wurde im Rahmen des Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung eingeladen, um sich in einer Dokumentation im Form eines Interviews, welches durch den Schüler Erik Steiner aufgenommen wurde, den aktuellen Fragen zum Thema, inwieweit Cannabis legalisiert werden sollte, zu stellen. Dabei musste sie den außerordentlich engagierten und sehr gut vorbereiteten Schülern, Jurek Meyer, Niklas Sahr, Mattis Kuk, Rede und Antwort stehen, die die ganze Professionalität der Abgeordneten einforderten. Demnach äußerte sie sich sowohl in der parteiinternen als auch in ihrer persönlichen Meinung zu diesem gesellschaftlich-kontrovers geführten Thema. So musste sie u.a. Stellung zu folgenden Fragen nehmen, inwiefern…
– sie selbst persönlich zu einer Legalisierung stehe;
– es eine Richtlinie der SPD gebe,
– sie die Vor- und Nachteile beurteile.
Darüber hinaus war auch ihre professionelle Einschätzung zu weiteren Themen gefragt, inwieweit eine Legalisierung in den nächsten zehn Jahren möglich wäre oder inwieweit der einzelne mündige Bürger für eine Legalisierung Einfluss nehmen können. Aber auch abseits des Rahmenthemas wurde eifrig diskutiert, was z.B. die Politik noch zu ihrem bisherigen Engagement beitragen könne, um einer Politikverdrossenheit entgegenzuwirken.
Am Ende des Interviews war mein sich einig, dass diese Möglichkeit eines Interviews im Rahmen eines solchen Schülerwettbewerbs, eine äußert geeignete Art darstellt, die Politik in den Horizont der Schülerschaft zu stellen.
Durch ihre fundierte, wohlüberlegte Position einerseits und offenen, interessierten sowie herzlichen Art andererseits war das Interview für beide Seiten ein voller Erfolg.

Jurek Meyer, Niklas Sahr, Mattis Kuk und an der Technik Erik Steiner

Deutsch-Polnischer Austausch

Auch in diesem Jahr fand wieder der Schüleraustausch zwischen der IGS Buchholz und den polnischen Partnerschulen statt.

Im Mai 2018 reisten 20 Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs mit den Lehrerinnen Frau Volland und Frau Sörensen nach Wolow und wurden dort von den Gastschülerinnen und -schülern und den polnischen Kolleginnen herzlich empfangen.

Ein buntes Programm bei traumhaften Wetter erwartete die deutschen Schülerinnen und Schüler. Es ging nach Breslau und durch die Berge. Geschlafen wurde sowohl bei den Gastschülerinnen und -Schülern als auch in Jugendherbergen mit einem wunderschönen Ausblick auf die polnische Bergwelt. Im KZ Gross Rosen haben alle den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Es wurden Schlösser besucht und beim abschließenden Fußball- und Handballspielen war allen klar, dass der Rückbesuch in Buchholz gar nicht schnell genug kommen kann.

Um sich bei den polnischen Schülerinnen- und Schülern mit einem ebenso abwechslungsreichen Programm revanchieren zu können, verkauften die IGS Schülerinnen und Schüler Waffeln und nahmen dabei viel Geld ein. Unterstützt durch die Deutsch-Polnische-Gesellschaft Buchholz, der Schulleitung und dem Schulverein der IGS und dem Landkreis entdecken alle gemeinsam im Oktober Hamburg, und lernten im Dungeon etwas die Geschichte der Stadt.

Gleich nach Ankunft in Buchholz wurden die polnischen Austauschschüler sowie die Gastfamilien vom Bürgermeister Herrn Röhse in Buchholz begrüßt. Neugierig fragte Herr Röhse, wie sich Wolow entwickelte, welche Sehenswürdigkeiten die deutschen Austauschschüler in Wolow sahen bzw. welche Sehenswürdigkeiten die Gäste in Buchholz besichtigen werden. Auch kam die Frage nach der Gestaltung des Wappens von Buchholz auf. So erzählte er, dass die im Wappen abgebildeten Pferdeköpfe an die Geschichte des Ortes anknüpfen: Einst prägten einfache niedersächsische Bauernhäuser das Ortsbild des alten Dorfes, deren einziger Schmuck die Pferdeköpfe an den Giebeln waren. Die Mauer symbolisiert den Aufbau, der Buchenzweig verweist auf den Ortsnamen.
Nach der Begrüßung ging es zur Kranzniederlegung am Buchholzer Denkmal. Anschließend ging es in die Gastfamilien, um sich ein wenig von der langen Fahrt zu erholen.

An verschiedenen Tagen gedachten die Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte der Opfer des Nationalsozialismus in Neuengamme, am Bullenhuser Damm und bei der Euthansiegedenkstätte in Lüneburg.

Beim Schnitzelbowling und beim gemeinsamen Grillen mit Übernachtung in Zelten der Pfadfinder des Büsenbachtals wurden die Freundschaften zwischen den polnischen und den deutschen Schülerinnen und Schülern noch mehr gefestigt.

Ein toller Austausch liegt nun hinter uns. Wir haben viel gesehen, viel gelernt und neue Freundschaften geschlossen.

Als Dichter und Denker leben – Der Beruf Autor

Boris Koch mit Der Drachenflüsterer an der IGS Buchholz

Am Freitag, den 7.9. folgte Boris Koch, ein Schriftsteller aus Augsburg, der bereits seit 1993 Texte veröffentlicht, einer Einladung der Fachschaft Deutsch und besuchte unsere IGS Buchholz.

Für den sechsten Jahrgang las er aus seinem Fantasyroman „Der Drachenflüsterer“ und bannte die Sechstklässler in seine Fantasie.

Herrn Koch gelang es, die Schülerinnen und Schüler mit in eine Welt voller Drachen und Zauber zu entführen.  Der junge Ben, der dem ersten wilden Drachen seines Lebens begegnet, muss erkennen, dass Drachen ganz anders sind, als die Legenden behaupten.

Der kleine Auszug aus seinem Roman lies die Schülerinnen und Schüler mit Freude auf den Rest der Geschichte blicken.

Spannend war aber nicht nur die Lesung. Auch die anschließende Fragerunde gestaltete Herr Koch sehr schülerorientiert und „plauderte teilweise aus dem Nähkästchen“.

Die Schülerinnen und Schüler stellten interessierte Fragen, wie…

  • Macht Ihnen der Beruf Spaß?
  • Wie kommen Sie auf die Ideen für Ihre Texte?
  • Was schreiben Sie am liebsten?

Aber auch kniffligere Fragen, wie…

  • Was verdient ein Autor?

Zu hören, wie wenig eigentlich von einem Verkaufspreis an den Autor selbst geht, war für die Schülerinnen und Schüler eine Überraschung. Herr Koch berichtete, dass er diese Frage immer gerne gestellt bekomme, da er auf diese Weise auch die anderen Berufe, die hinter einer solchen Veröffentlichung stehen, vorstellen könne. Lektoren, Designer/ Grafiker, Marketing usw.

Die Nähe zu einem Autor ist für unsere Schülerinnen und Schüler sehr besonders gewesen. Deshalb bedanken wir uns für Ihren Besuch Herr Koch.

Anerkennung bekamen aber auch unsere Schülerinnen und Schüler. Herr Koch resümierte, dass es sich um ein ganz tolles Publikum gehandelt habe und er sich sehr über die tolle Lesung gefreut habe.

 

Ein Balladenerzähler besucht die IGS Buchholz

Am 21.09.2018 besuchte Herr Vogelweid, ein Balladenerzähler, die IGS Buchholz, um einige, der bekanntesten Balladen, lebendig und anschaulich vorzutragen.

Zunächst wurden die Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs gefragt, welche Balladen sie bereits aus dem Deutschunterricht kennen. Genannt wurden Texte wie John Maynard von Theodor Fontane oder Der Handschuh von Schiller, da diese zuvor in den Klassen bearbeitet wurden.

Als Einstieg in die Erzählungen, hob Herr Vogelweid hervor, dass es sich bei dieser Textsorte um erzählende Gedichte handle, die dramatische Ereignisse bzw. Erlebnisse schildern würden. Anschließend wurde eine Ballade, die über Löwen und Todesmut in Afrika erzählte, auswendig vorgetragen. Um den Inhalt möglichst ansprechend zu vermitteln, wurde nicht nur auf Gestik und Mimik, sondern auch auf passende Intonation geachtet, sodass die Schülerinnen und Schüler gut folgen konnten.

Mithilfe solcher Vorträge kann man den Schülerinnen und Schülern einen vielseitigen Zugang zu lyrischen Texten bieten. Aus diesen Gründen sind wir Herrn Vogelweid sehr dankbar, dass er den Deutschunterricht mit seinen Erzählungen bereichern konnte.

Projektwoche Jahrgang 9

In der Woche vom 20.08. bis 24.08. bekam der neunte Jahrgang die Möglichkeit geboten nach England zu fahren. Dort verbrachten die Schülerinnen und Schüler ihre Zeit in einer Gastfamilie, um so die kulturellen Gegebenheiten besser kennenzulernen. Das Tagesprogramm bestand aus Exkursionen nach Oxford, London oder Stonehenge, sodass die Lernenden vor Ort mehr über Land und Leute erfahren konnten.

Einige Schülerinnen und Schüler entschieden sich jedoch dafür, in der Schule zu bleiben, um mithilfe von Muttersprachlern und Lehrkräften der IGS ihre Englischkenntnisse aufzubessern. Damit dies gewährleistet werden konnte, nahmen die Schülerinnen und Schüler an den Projekten „English in Action“ oder „Welcome to Bookwood“ teil. Ziel dieser Projekte ist es, Sprechanlässe zu schaffen, in denen die Schülerinnen und Schüler lernen, unter authentischen Bedingungen miteinander zu kommunizieren.

Bei „English in Action“ erstellten die Schülerinnen und Schüler, unter der Leitung von Susanne und Andy, Sketche und Präsentationen, die am Ende der Projektwoche aufgeführt wurden. Dargestellt wurde beispielsweise eine Zugfahrt von München nach London, auf der sich verschiedene Charaktere begegneten, sodass originelle Gesprächssituationen entstanden. Susanne und Andy waren den Schülerinnen und Schülern hierbei behilflich, indem sie auf eine saubere Aussprache achteten. Zudem erlernten die Schüler Vokabular  in weiteren realitätsnahen Situationen.

 

Bei „Welcome to Bookwood“ ging es eher darum, einen Videobeitrag über Buchholz zu drehen, um aufzuzeigen, welche Sehenswürdigkeiten bzw. Aktivitäten die Stadt zu bieten hat. Als Vorbereitung hierauf sammelten die Schülerinnen und Schüler zunächst eigene Ideen, die sie anschließend in einem „Drehbuch“ schriftlich festhielten. Daraufhin filmten die Lernenden brauchbares Material, das sie für ihren Beitrag verwenden wollten. Im nächsten Schritt mussten die Videos bearbeitet sowie musikalisch unterlegt werden. Neben den Sketchen, wurden ebenfalls die Videos in der Agora der IGS Buchholz aufgeführt. Das Projekt “Welcome to Bookwood” wurde von Lehrkräften der IGS Buchholz angeboten und war, im Gegensatz zu “English in Action” für die Schüler kostenfrei.

Als Resümee lässt sich sagen, dass die Zusammenarbeit mit Muttersprachlern eine wertvolle Erfahrung für die Schülerinnen und Schüler der IGS Buchholz darstellte. Zudem erachteten es die Lernenden als positiv an solch umfangreichen Projekten zu arbeiten, um am Ende ein überzeugendes Ergebnis vorzuweisen.

Prävention mal anders

„Ich lebe von meinem Sterben“ und „Ich bin professioneller Aidskranker“ – zwei plakative Sätze aus dem Theaterstück „I will survive“, mit dem die Michael Stich Stiftung einen besonderen Beitrag zur AIDS-Prävention anbietet. Gesprochen werden sie von der fiktiven Figur Martin Rehbein, dessen HIV-Infektion im Rahmen einer Blutspende im Alter von 23 Jahren entdeckt wird. Angesteckt hat er sich beim Geschlechtsverkehr mit einer Frau.

„In der One Man Show (gespielt von Schauspieler Michael Wanker) erfährt man die gesamte Bandbreite emotionaler Zustände nach einer HIV-Diagnose und was es für einen Menschen bedeutet, sich mit HIV zu infizieren“, wie es auf der Homepage der Stiftung heißt.

Dass einem die ohnehin wachrüttelnde Geschichte so sehr unter die Haut geht, liegt nicht zuletzt an der schauspielerischen Leistung Michael Wankers, der die Grenzen zwischen Fiktion und Realität meisterhaft verschwimmen lässt.

So war dann in der sich an die Aufführung anschließenden Gesprächsrunde mit dem Schauspieler auch die Frage „Haben Sie AIDS?“ am brennendsten. Sichtlich erleichtert nahmen die Neuntklässler die Antwort entgegen.

Obschon sich das Stück eigentlich an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10 richtet, profitierte sicher auch unser neunter Jahrgang von dieser ungewöhnlichen Präventionsveranstaltung, die, wie Wanker im Anschluss an das Stück verriet, bereits über 100 Mal von ihm gespielt worden sei – dies mit großem Erfolg auch im Ausland an deutschen Schulen.

Ergriffen zeigte er sich, als er auf seine Frage „Was hat das mit Euch gemacht?“ von einem Schüler zur Antwort bekam: „Dokus machen gar nichts mit einem, aber wenn man die Emotionen vermittelt bekommt, macht das was mit einem.“

SchilF 2018

Bei strahlendem Sonnenschein, klirrender Kälte und einer wunderbar verschneiten Welt freuten sich die Schülerinnen und Schüler auf den früheren Unterrichtsschluss um 12.15 Uhr am Donnerstag, dem 1.3.2018 – der Grund war die um 12.30 Uhr beginnende diesjährige zweitägige SchilF der IGS Buchholz. Den Auftakt bildete traditionell ein gemeinsames Mittagessen in der schuleigenen Mensa, bevor es gut gestärkt am ersten Tag gemeinsam mit Eltern und Schülern an die Arbeit in verschiedenen Modulen ging. In drei Slots fanden schwerpunktmäßig Workshops zu neuen Medien statt. Die Themen waren hier der Erwerb von Kompetenzen im Umgang mit unserem Iserv-Netz, die Nutzung neuer Medien in der Sekundarstufe I und II, die Bewertung digitaler Produkte, Digitale Helfer, Literaturrecherche in Datenbanken und der Umgang mit Active Inspire, dem an unserer Schule genutzten Programm für die digitalen Tafeln. Vorbereitet und geleitet wurden die Themen von Mitgliedern der kollegialen Schulleitung und Kolleginnen und Kollegen. Hilfreich und inspirierend für die Unterrichtsplanung und -gestaltung waren auch die Einweisungen in Audioaufnahmen und den Videodreh und -schnitt. Die Naturwissenschaftler nutzten darüber hinaus die Zeit für eine Schulung in Geogebra, das im naturwissenschaftlichen Bereich bei uns verbindlich angewendet wird.

Um 16 Uhr erwartete die Teilnehmer dann nach einer Kaffeepause ein echtes Highlight. Die didaktische Leiterin, Svenja Sörensen, hatte mit Wolfgang Kuschel einen ganz besonderen Referenten gewinnen können. In einem anderthalbstündigen Vortrag warf der eloquente ehemalige Schulleiter der IGS Langenhagen nicht nur einen Blick zurück in die Geschichte der Gesamtschule im deutschen Schulsystem, sondern entwickelte aus einer scharfsichtigen Bestandanalyse heraus auch spannende Zukunftsperspektiven für die Gesamtschulen.

Sein Appell: „Ihr seid es, die definieren, wie Gesamtschule morgen aussieht“, fruchtete sicherlich im gesamten Kollegium, dürfte aber insbesondere die zahlreichen an der IGS Buchholz tätigen jungen neuen Kolleginnen und Kollegen dazu motivieren, „gute Gesamtschule“ zu machen, in der man „aus der vermeintlichen Bürde der Heterogenität den Vorteil der Unterschiedlichkeit“ mache. Seine eindringliche Ermahnung, dies stets unter intensiver Einbeziehung aller an Gesamtschule Beteiligten zu tun, dürfte dabei die anwesenden Schüler und Eltern gefreut haben. Zum guten Schluss rief er dazu auf, dass „inklusives Denken […] selbstverständlich“ werden müsse und machte Mut mit den motivierenden Worten: „Probleme sind versteckte Lösungen – es lohnt sich nach ihnen zu suchen!“

Derart inspiriert machte sich dann das Kollegium auf, den Tagungsort in das schneverdinger Landhotel Schnuck zu wechseln und fand sich dort abends zum Essen und teambildenden Maßnahmen ein.

Am nächsten Morgen standen dann ab 9 Uhr wieder 14 unterschiedliche Themen auf der Agenda, an denen man in zwei Zeitfenstern intensiv und mit viel Freude zusammen arbeitete. Carsten Bunge, sozialpädagogische Fachkraft an unserer Schule, unterwies beispielsweise in die Technik der kollektiven Fallberatung, die Fachschaften Sport und Mathematik beschäftigten sich mit der Implementierung des Oberstufencurriculums, während sich andere Teams beispielsweise mit Inklusion, dem Seminarfach und Urteilskompetenz beschäftigten.

Im Vorfeld des gemeinsamen, die Veranstaltung abschließenden Mittagessens zog zunächst die für die Organisation der diesjährigen SchilF verantwortliche didaktische Leiterin, Svenja Sörensen, eine positive Bilanz, bedankte sich bei den Kolleginnen und Kollegen für die intensive Arbeit und forderte dazu auf, ihr Feedbacks zu der in dieser Form neuen Art der Fortbildung zu geben, um die im kommenden Jahr anstehende SchilF optimieren zu können.

Schulleiter Holger Blenck bedankte sich sodann bei Svenja Sörensen und allen, die zum Gelingen der SchilF beigetragen hatten und resümierte, dass es immer wieder eine Freude für ihn sei, das Kollegium so intensiv miteinander zusammenarbeiten zu sehen.

Zeitzeugen zu Gast in der IGS

Der Jahrgang 10 beschäftigte sich im ersten Halbjahr im Geschichtsunterricht mit der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland.

Im Rahmen dieser Einheit stand auch ein Besuch der Gedenkstätten Bergen-Belsen und Sandbostel auf dem Programm.

Darüber hinaus entwickelte sich auch im Zusammenhang mit dem Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar die Idee, Zeitzeugen aus dieser Zeit in die Schule einzuladen.

Daher nahmen die Schülerinnen Fenja und Nora aus der 10c direkten Kontakt auf zur Zeitzeugenbörse in Hamburg.

Daraufhin kamen am 25. Januar drei Zeitzeugen zu Besuch in die Aula des Oberstufengebäudes.

Frau Lisa Schomburg und Herr Richard Hensel waren aus Hamburg mit der Bahn angereist, Herr Manfred Hüllen kam aus Hollenstedt.

Zu Beginn stellten sich die drei Zeitzeugen kurz vor und berichteten kurz aus ihrer Kindheit in den 1930er Jahren.

Mit auf der Bühne saßen sechs Schülerinnen und Schüler aus dem 10. Jahrgang und wirkten als Moderatoren. Sie hatten vorher die in den Klassen gesammelten Fragen zu thematischen Blöcken zusammengestellt.

Es entwickelte sich ein reges Gespräch der Zeitzeugen, die sehr persönlich und dadurch für alle sehr eindrucksvoll davon berichteten, wie sie den Nationalsozialismus, den Zweiten Weltkrieg und vor allem auch die durch Not und Entbehrung geprägte Nachkriegszeit erlebt haben.

Am Ende der fast zweistündigen Veranstaltung stand der dringende Appell an das junge Publikum, die Demokratie zu gestalten und zu verteidigen, damit solche Ideologien wie der Nationalsozialismus sich niemals wieder ausbreiten und durchsetzen können.