Wer hat sich die Zeitumstellung nur ausgedacht? – Die Probleme des Biorhythmus und die Angst um herrenlose Hunde beim Schulwettbewerb „Jugend debattiert“

24 Minuten mit einer Debatte um ein Glas Wasser zu verbringen, stellt eine große Herausforderung dar, vor allem dann, wenn dieses Glas von Gastwirten gratis ausgeschenkt werden soll. Verzichten die Gäste dann vielleicht auf weitere Getränke und bringen die Gastwirte um ihren Umsatz oder nehmen sie das Glas dankbar als Erfrischung an und kehren gern (wieder) ein? Wenn diese und ähnliche deutschlandweit einheitliche Fragen zu beleuchten sind, findet wieder der Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ statt.

Am Donnerstag, den 06.12.2018, maßen sich erneut 20 Schülerinnen und Schüler  aus den Jahrgängen 8 bis 12 beim 3. Schulwettbewerb an der IGS Buchholz im demokratischen Streit. Besonders ausführlich mussten die Schülerinnen und Schüler der Altersklasse 1 ihr Können unter Beweis stellen, da sie in der Qualifikation erst nach jeweils 2 Runden ins Finale einziehen konnten. Erfreulicherweise war dieses zu gleichen Teilen mit Teilnehmerinnen des 8. (Emmely Rohwer, 8c, und Nina Ebert, 8d) und 9. Jahrgangs (Lasse Albers und Mia Rickensdorf, beide 9b) besetzt, obwohl die Jüngeren ihre erste „Jugend debattiert“-Einheit erst im November auf dem Stundenplan hatten. Am Ende überzeugte Lasse Albers, der am Wettbewerbstag spontan eingesprungen war, die Lehrerjury mit seiner Sachkenntnis und Gesprächsfähigkeit bei der Frage, ob Hundehalter bundesweit einen „Hundeführerschein“ erwerben sollen, und wird die IGS als Schulsieger beim Regionalwettberweb in Zeven vertreten. Begleitet wird er von der durch Überzeugungskraft in ihren Überlegungen zum Tierwohl punktenden Zweitplatzierten, Mia Rickensdorf (3. Platz: Emmely Rohwer, 4. Platz: Nina Ebert).

v.l.n.r.: Lasse Albers, Mareile Baier, Leni de Buhr, Nele Marquardt, Jula Dürre, Alina Marquardt, Alexandra Völk, Henriette Rohwer (Jurorin), K. Böttger, Nina Ebert, Mia Rickensdorf, Emmely Rohwer (nicht im Bild: Jan Grosser, Annabelle  Sieting)

Aufgrund geringerer Anmeldezahlen wurden die Finalisten der Altersklasse 2 in zwei Halbfinalrunden ermittelt, in denen sie ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen kritisch unter die Lupe nehmen sollten. Nach hitzigen Wortgefechten, die sich vor allem im Spannungsfeld zwischen den Klimazielen der Bundesregierung und dem individuellen Recht auf Ausleben der Geschwindigkeitsfaszination bewegten, zogen  die bereits debattiererprobten Nele Dreier, Felix Winkler, Julius Postels (alle Jg. 12) und Jurek Meyer (11b) in das Wettbewerbsfinale ein. Auch beim Thema „Soll die Zeitumstellung in der Europäischen Union abgeschafft werden?“ Wurden unterhaltsam und auf hohem Niveau die verschiedenen Argumente einer Prüfung unterzogen. Die Contra-Seite argumentierte in sehr guter Abstimmung sachlich und überzeugend und stellt nun mit Julius (1. Platz) und Jurek (2. Platz) die Schulsieger und Teilnehmer auf der Regionalebene, wo sie die IGS Buchholz sicher kenntnisreich vertreten werden. Sollte unsere Schule erneut mehr als die vorgesehenen 4 Teilnehmer/innen entsenden dürfen, könnte auch Felix (3. Platz) nach Zeven mitfahren.

v.l.n.r.: K. Böttger, Mattis Kuk, Jurek Meyer, Nele Dreier, Carlotta Rohwer, Julius Postels, Felix Winkler

Ein besonderer Dank gilt auch in diesem Jahr den Kolleg/innen, die sich durch die Vorbereitung im Unterricht und den Einsatz in den diversen Juries um eine erfolgreiche Durchführung des Wettbewerbs verdient gemacht haben. Besonders hervorzuheben ist in dem Zusammenhang auch das großartige Engagement von Lasse Kuk, Jérôme Trode (beide 10c), Swantje Mohrbeck, Helen Kaiser, Tjarven Netz (10d) und Henriette Rohwer (10e), die in allen Runden des Wettbewerbs als Juror/innen, Zeitnehmer und Reservedebattant/innen zur Verfügung standen und die Organisation maßgeblich unterstützt haben. Der Dank gilt natürlich auch dem Technikteam, das die Finaldebatten betreut hat.

Kerstin Böttger (Schulkoordinatorin Jugend debattiert) 

Eine Wanderausstellung bringt Erinnerungskultur an die IGS Buchholz

Die Klasse 11e hat die Ausstellung in der Kunsthalle aufgebaut

Im 10. Jahrgang besuchen alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule – eingebettet in den GEP-Unterricht – mindestens eine Gedenkstätte an die Verbrechen der Nationalsozialisten, um sich neben den Gräueltaten selbst mit deren Aufarbeitung und der Bedeutung des historischen Gedenkens in Gegenwart und Zukunft zu beschäftigen. Eine Gedenkstätte in Hamburg thematisiert die „Kinder vom Bullenhuser Damm” und wird von einem Verein betrieben, der auch eine Wanderausstellung für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren an interessierte Schulen verleiht. Unserer Schule ist es gelungen, die Ausstellung nun nach Buchholz zu holen, sodass sie gestern von der Klasse 11e aufgebaut werden konnte.

Die Wanderausstellung erzählt die Geschichte von 20 Kindern im Alter von 5-12 Jahren, die von November 1944 bis April 1945 im Konzentrationslager Neuengamme für medizinische Experimente missbraucht wurden. Diese wurden zur Vertuschung der Versuche kurz vor Kriegsende in die als KZ-Außenlager genutzte Schule am Bullenhuser Damm gebracht und im April 1945 in den dortigen Kellerräumen von der SS ermordet. 

Mit der Aufarbeitung der fast in Vergessenheit geratenen Verbrechen beschäftigen sich die 5 großen Tafeln, die an der IGS Buchholz bis zum 20. Januar 2019 in der Kunsthalle besichtigt werden können. Sie erzählen von den Tätern, den Kindern und ihren Angehörigen sowie der Aufarbeitung in den späten siebziger Jahren, angestoßen durch die Nachforschungen eines Journalisten. Da die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus weiterhin ein elementarer Bestandteil der Demokratie- und Menschenrechtsbildung – schulisch wie außerschulisch – ist, widmet sich die Ausstellung auch der gegenwärtigen Bedeutung und bietet Impulse für die Weiterarbeit im Unterricht. 

Sie steht der gesamten Schulgemeinschaft zur Verfügung und wird u.a. von Schüler/innen des WPK Gesellschaft im Jahrgang 10 betreut. Vielen Dank dafür auch an Herrn Klawitter und die Klasse 11e, die den Aufbau tatkräftig unterstützt hat.

Juniorwahl zur Bundestagswahl am 20.09.2017

Liebe Schülerinnen und Schüler,

bald finden die  Wahlen zum Deutschen Bundestag statt und die IGS Buchholz nimmt parallel dazu zum ersten Mal an der Juniorwahl teil. So habt ihr die Gelegenheit, den Prozess der demokratischen Wahlen zu erleben, auch wenn ihr zum Großteil noch nicht für “echte” Wählen wahlberechtigt seid. Im GEP-Unterricht habt ihr euch sicher bereits mit den Wahlen auseinandergesetzt oder den Wahl-o-mat ausprobiert.

Die wichtigsten Infos zur Wahl:

Wann wird gewählt? Mittwoch, 20.09.2017

Wo wird gewählt? König-Artus-Raum (Wahllokal ist ausgeschildert)

Wann ist die Stimmabgabe möglich? 8-10.30 Uhr Jg. 12, 10.30-13 Uhr Jg. 11, 13-15-15 Jg. 9

Welche Unterlagen brauche ich? Wahlbenachrichtigung und Lichtbildausweis müssen vorgelegt werden.

Wann erfahre ich die Ergebnisse? Die deutschlandweiten Ergebnisse werden am 24.09. um 18.00 Uhr auf juniorwahl.de bekanntgegeben.

 

Wir freuen uns auf euren Besuch im Wahllokal!
Swantje Böttcher, Kerstin Böttger und der Po-Wi-LK