An der IGS Buchholz wurde debattiert

In der heutigen Gesellschaft werden diverse Probleme wie Klimawandel, Migration und Armut kontrovers diskutiert, da diese Themen die größten Herausforderungen unserer Zeit darstellen, mit denen auch die heranwachsende Generation umgehen und haushalten muss. Um zu gewährleisten, dass die Schülerinnen und Schüler der IGS Buchholz ihre Meinung zu den oben angesprochenen Problemen fundiert äußern können, werden sie jährlich dazu angehalten, an Jugend debattiert teilzunehmen. Hierbei handelt es sich um eine Veranstaltung, die die Lernenden dazu befähigen soll, plausible Argumentationen aufzubauen, um den eigenen Standpunkt gegen andere Sichtweisen zu behaupten. 

Ab Jahrgang 8 werden im Fach Deutsch Unterrichtsreihen gehalten, die dafür Sorge tragen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Aufbau eines Arguments (Aussage, Begründung, Beleg) sowie die gängige Struktur einer offiziellen Debatte verinnerlichen. Immerhin besteht eine solche Debatte auf Wettbewerbsniveau aus Eingangsrede, freier Aussprache sowie Schlussrede und dauert insgesamt 24 Minuten. Neben den oben angesprochenen Aspekten lernen die Schülerinnen und Schüler im Laufe der Unterrichtsreihe ihre verbale Artikulation (Sprechkompetenz) auszubauen. Dementsprechend kann Jugend debattiert als verbale Form der schriftlichen Erörterung gesehen und verstanden werden.

Die Jury besteht in der Regel aus vier Kolleginnen und Kollegen bzw. Schülerinnen und Schüler, die sich freiwillig melden, um den Debatten beizusitzen. Während der Zeitwächter kontrolliert, dass der zeitliche Ablauf eingehalten und befolgt wird, gibt es drei Juroren, die stimmberechtigt sind und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach ausgewählten Kriterien beurteilen: Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft

Am Dienstag, den 03.12.2019, nahmen zwei Altersgruppen an dem schulinternen Wettbewerb teil. Altersgruppe 1 (Jg. 8 bis 10) bekam folgende Fragestellungen für die Qualifikation zur Auswahl, auf die sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vorfeld vorbereiten sollten:

  • Soll an allgemeinbildenden Schulen das Fach „ökologisch nachhaltiges Verhalten“ eingeführt werden?
  • Soll es an der IGS Buchholz gemeinsame Versammlungen zum Start in die Ferien geben?

Gegeneinander traten an: Emmely Rohwer, Lena Buhr, Jonne Waterkamp, Lasse Albers, Julian Rundeshagen, Mette Reinermann, Fynn Buchholz, Jan Grosser, Mika Schulz, Mia Rickensdorf, Swantje Haberer und Fabio Helm.

Das Finale zur Frage, ob das Tragen eines Helms beim Fahren eines Elektrorollers verpflichtend sein sollte, bestritten Emmely Rohwer, Julian Rundeshagen, Jan Grosser sowie Lasse Albers (im Bild oben von rechts nach links), der auch als Sieger hervorging und sich demzufolge gemeinsam mit der Zweitplatzierten Emmely für den Regionalausscheid in Zeven qualifizierte. 

Altersgruppe 2 (Jg. 11 bis 13) sollte sich in den Halbfinal- bzw. der Finaldebatte mit folgenden Problematiken auseinandersetzen:

  • Sollen Innenstädte für große Geländewagen (SUV) gesperrt werden?
  • Sollen die Anwendungsgebiete und der Einsatz von Robotern in der Pflege erhöht werden?

Die Debattanten waren: Lisa Kammerahl, Alina Marquardt, Mareile Baier (eingesprungen aus Jahrgang 10), Jurek Meyer, Mattis Kuk, Jérôme Trode, Jonas Klingspor und Felix Winkler, der die Finaldebatte dieser Altersgruppe für sich entscheiden konnte und gemeinsam mit Jurek die IGS Buchholz in Zeven vertreten durfte. 

Beim Regionalwettbewerb in Zeven im Januar 2020 nahmen die vier Schüler*innen engagiert teil, konnten sich jedoch nicht für das Regionalfinale qualifizieren.